Die Werkrealschule Bad Wurzach legt viel Wert auf Berufsorientierung und pflegt seit 25 Jahren so genannte Bildungspartnerschaften mit Unternehmen aus der Region. „Es ist einfach etwas Anderes, wenn Leute aus der Praxis unseren Schülern zeigen, wie es in der Arbeitswelt zugeht. Wir Lehrer können den Praxisalltag in der Schule nicht so gut widerspiegeln“, sagt Julia Kiebler, Schulleiterin der Werkrealschule Bad Wurzach.

Rohre zuschneiden, bohren, schweißen, Anhänger montieren – im Praktikum bei SIGG konnten Laurin Heine und Fabian Schmidt von Anfang an richtig mitwirken. Eine Woche haben sie hier mit Begeisterung in der Produktion mitgearbeitet. Die beiden Schüler haben sich daraufhin für eine Ausbildung zum Metallbauer bei SIGG entschieden, die sie im September 2022 beginnen werden. Im ersten Ausbildungsjahr werden sie in der Berufsfachschule in Leutkirch mit den Grundfertigkeiten des Metallbaus vertraut gemacht. Diese werden in diesem Jahr an einem Tag pro Woche in der SIGG-Anhängermanufaktur vertieft. Anschließend beginnt die Vollzeit-Ausbildung im Betrieb, wobei auch diese durch Berufsschulbesuche ergänzt und untermauert wird. Übrigens können die angehenden Metallbauer*innen sowie Kauffrauen und -männer für Büromanagement von SIGG ihre Ausbildungszeit bei guter Leistung um ein halbes Jahr verkürzen.

Die Vorteile einer Bildungspartnerschaft für Schülerinnen und Schüler, sowie für die Unternehmen liegen auf der Hand: Viele Betriebe suchen händeringend nach Fachkräften und gerade den berufsorientierten Schulen liegt es am Herzen, den Jugendlichen einen realistischen Eindruck der möglichen Ausbildungsberufe zu vermitteln. Denn die Ausbildungslandschaft hat sich stark verändert: Klassische Handwerksberufe haben sich weiter ausdifferenziert, die Anforderungen werden komplexer. Umso wichtiger, dass die Schülerinnen und Schüler einen umfangreichen Einblick in die einzelnen Berufsfelder bekommen.

Von dem Blick hinter die Kulissen profitieren aber auch die Lehrer, wie Julia Kiebler erläutert. „Im Rahmen der Betriebsbesichtigungstage gehen wir mit unseren 7. Klassen in die Betriebe, bevor die Entscheidungen für den Praktikumsort getroffen werden. Das sind für uns echte Highlights, weil auch wir Lehrkräfte dort unseren Horizont erweitern“, sagt die Schulleiterin.

Ein guter Bildungspartner zeichnet sich vor allem durch ein Verständnis dafür aus, dass die Jugendlichen im Alter von 14-15 Jahren noch recht unsicher unterwegs sind. „Es braucht in den Unternehmen eine gewisse Unterstützung und sicher auch jemanden, der unsere Praktikanten und Praktikantinnen dort an die Hand nimmt“, so Hildegard Mühler, Karrierebegleiterin der Werkrealschule. Dann seien auch die besten Voraussetzungen für einen erfolgreichen Einstieg ins Berufsleben geschaffen.

Dass SIGG diesen Aspekt beherzigt, bestätigt Laurin Heine: „Mir wurde sofort geholfen, wenn ich nicht weiterwusste und ich durfte aber auch immer wieder selbstständig arbeiten. Da habe ich sofort gemerkt, wie anstrengend manche Dinge sind und dass es trotzdem Spaß macht.“ Neben handwerklichem Geschick und logischem Denken betonen die Schüler, dass ein gutes Verständnis für technische Zusammenhänge nicht schaden kann. Jetzt wissen beide genau, was zum Ausbildungsstart bei SIGG auf sie zukommt.

 

Dienstag, 02 August Andreas Gräber
Am letzten Schultag gab es an der Schule wieder eine besondere Veranstaltung bei der unsere Schülerinnen und Schüler zunächst die Hauptrollen spielten - die WRS-Awards!! Gemeinsam mit der gesamten Schulgemeinschaft ehrte unsere Schulleiterin Frau Kiebler einige noch ausstehende Gewinner verschiedener Wettbewerbe und Veranstaltungen.
Montag, 01 August
Philip Schlaffer - die Geschichte eines Aussteigers aus der rechtsextremen Szene Auf Einladung der Schulsozialarbeit besuchte Philip Schlaffer die beiden Klassen 8 der Werkrealschule Bad Wurzach. Im Rahmen von Schulbesuchen setzt er sich gegen Rechtsextremismus ein. Schonungslos berichtete er den Jugendlichen aus seinem vergangenen Leben. Hass, Gewalt und Kriminalität gehörten zu seinem Alltag.
Donnerstag, 28 Juli Andreas Gräber
Mit unglaublichen 22 559 gefahrenen Kilometern belegte unsere Schule beim diesjährigen Stadtradeln-Wettbewerb den 1. Platz. Von den insgesamt 31 gemeldeten Teams hatten die Radlerinnen und Radler von Ziegelbach ( 20 153 km, 2. Platz ) und der Firma Oberland MV ( 18 143 km, 3. Platz) letztlich das Nachsehen. Die Mühen der letzten drei Wochen haben sich gelohnt und die sportliche Aktion hat allen Beteiligten richtig Spaß gemacht. Die Preisverleihung wurde am vergangenen Sonntag im Rahmen des Rad- und Wandertages beim Arnacher Bildungshaus durch unsere Bürgermeisterin Frau Scherer und der Leiterin der Bad Wurzach-Info, Frau Johanne Gaipl, vorgenommen.
Donnerstag, 21 Juli
Liebe Eltern, wir befinden uns auf der Zielgeraden eines ungewöhnlichen, anstrengenden und aufregenden Schuljahres. Wir sind froh und dankbar, dass wir Ihre Kinder das ganze Schuljahr über in Präsenzunterrichten durften. Leider konnten viele außerunterrichtliche Veranstaltungen wie Schullandheime und Klassenfahrten vor allem im ersten Halbjahr nicht wie gewohnt stattfinden. Dennoch haben wir geschaut, dass alle Schülerinnen und Schüler neben dem „normalen“ Unterricht i nteressante und prägende Erfahrungen und Erinnerungen sammeln konnten. Wir wissen nicht, was uns im Herbst erwartet, sind aber zuversichtlich, dass nach und nach wieder Normalität einkehren wird, auch, wenn wir dafür wohl noch Geduld brauchen werden.
Dienstag, 19 Juli Andreas Gräber
Am vergangenen Donnerstag konnte die Halle 4 des Schulzentrums endlich wieder als „Abflughalle“ für die diesjährigen erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen des Hauptschul- bzw. Werkrealschulabschusses genutzt werden. Mit dem Abschlusszeugnis im Gepäck, geht die Reise nun für die Jugendlichen mit einer Ausbildung, einer weiterführenden Schule oder der 10. Klasse hier an der WRS Bad Wurzach weiter. Musikalisch wurde die zweistündige Feier von Ede Butscher und seiner neuen Frontfrau, Kollegin Caroline Staiger, mit passender Liedauswahl umrahmt. Die Übergabe der Zeugnisse an die 64 erfolgreichen Prüflinge übernahm traditionell die Schulleiterin Julia Kiebler zusammen mit der jeweiligen Klassenlehrkraft.
Freitag, 15 Juli Andreas Gräber
Am vergangenen Dienstag konnten wir im Rahmen der beruflichen Orientierung wieder unser bewährtes Konzept des Berufswahlcamps durchführen. Federführend organisierte unsere Karrierebegleiterin Frau Mühler diese Veranstaltung. Bei diesem Vormittagsevent konnten sich unsere 7. Klässler an 11 verschiedenen Stationen aus den Berufsbereichen Technik, Handwerk, Soziales und Verwaltung/kaufmännisch ausprobieren und anschließend selbst einschätzen.